Qualität, Durchlässigkeit, Mobilität: Herausforderung Lehrplan 21

Mit dem neuen Lehrplan 21 liegt ein umfassendes und modern konzipiertes Dokument zur Vernehmlassung vor. Wichtige Kernziele des neuen Lehrplans 21 werden benannt: Was Kinder in der Schule lernen, sollen sie auch umsetzen können.

Es reicht nicht, den Stoff einfach zu behandeln, das gelernte Wissen soll auch angewendet werden können. Der Lehrplan 21 soll die Mobilität von Familien erleichtern. Auf den ersten Blick gefällt mir die Vorlage. Ich erkenne inhaltlich und pädagogisch Wertvolles. Die Gliederung in Zyklen ist sinnvoll. Die praxisnahe, ausgewogene Aufteilung in sechs Fachbereiche geht einher mit der Ausbildung überfachlicher Kompetenzen (personale, soziale, methodische). Dazu kommen fächerübergreifende Kompetenzen wie ICT und Medien. Das passt! Es werden Mindestansprüche und weiterführende Kompetenzstufen formuliert. Das schafft Klarheit! Bei genauerer Durchsicht stelle ich jedoch fest: Das Dokument ist zu umfangreich, überfüllt und noch nicht praxistauglich. Reduktion, Präzisierung und Konkretisierung sind nötig! Die Latte wird gemäss der Leistungsorientierung, was ich unterstütze, hoch angesetzt. Einige Schülerinnen und Schüler werden jedoch Mühe haben, die Mindestansprüche zu erfüllen. Offen ist, was mit ihnen geschehen soll. Und was bleibt von der angestrebten Harmonisierung übrig, wenn Stundendotationen oder Fächerbezeichnungen kantonal geregelt werden sollen? Es darf nicht sein, dass in solch wichtigen Fragen jeder Kanton wieder sein eigenes Süppchen kocht. Ich erwarte, dass sich die Kantone zusammenraufen und mittels Verbindlichkeitserklärungen die Harmonisierung Wirklichkeit werden lassen. Die SP Kanton Solothurn nimmt diese Themen in der Vernehmlassung auf und wird bei der kantonalen Umsetzung aufmerksam mitwirken.

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