Der Klimawandel fordert die Politik

Der Klimawandel wird immer sichtbarer. Auf unserem Rundgang durch den Riedholzer Wald (siehe Bericht unten) waren die Auswirkungen des Klimawandels augenfällig. Einfach an die Verantwortung und Vernunft eines jeden Einzelnen zu appellieren, reicht längstens nicht mehr aus. Es braucht geänderte gesetzliche Bestimmungen, Innovationen und viel Willen, damit wir die Ziele zur Reduktion der Treibhausgasemissionen für 2050 erreichen können. Dafür braucht es nebst der öffentlichen Sensibilisierung und der Bildung in den Schulen auch den politischen WWF, welcher sich auf nationaler und kantonaler Ebene verstärkt politisch in die Debatte einbringt, Klartext spricht und engagiert konstruktive Lösungen aufzeigen kann . Dazu will ich meinen Beitrag in Schule und Politik leisten.

Waldgang zu den Spuren des Klimawandels

Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf unseren Wald? Zusammen mit Thomas Studer, Förster Forstbetrieb Leberberg, machten sich Interessierte im Juni auf Spurensuche im Riedholzer Wald. Dort verwüstete der Sturm Burglind am 3.1.18 mehrere Waldstücke. Insbesondere die folgende Trockenheit des Sommers machte den Bäumen aber noch viel mehr zu schaffen. Der Wald hat sich bis jetzt noch nicht davon erholt. Im Leberberg mussten über tausend Weisstannen gefällt werden. Durch die langfristig steigenden Temperaturen erleiden vor allem die Nadelbäume einen grossen Nadelverlust und werden geschwächt. Das Ziel der Forstbetriebe ist es, den Wald möglichst natürlich aufwachsen zu lassen und so wenig als möglich zu stören. Dieser regeneriert sich selber. Eingriffe werden deshalb minim gehalten. Bei der Aufforstung werden Eichen bevorzugt. Auch der Borkenkäfer macht den Bäumen zu schaffen. Bei normal verteilten und genügenden Niederschlägen (1200 mm/Jahr) würden diese Schädlinge sich nicht derart entwickeln können. Eine möglichst hohe Biodiversität ist die beste Grundlage, dass es dem Wald gut geht. Dafür ist auch das Wissen um die Zusammenhänge und die Kommunikation zwischen den Waldbewirtschaftern und den Waldeigentümern wichtig.

Bericht Regionalbeilage WWF Magazin

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