Eine fortschrittliche Kirche zeigt Flagge

Als Mitglied der reformierten Landeskirche ist es für mich zwingend, dass die moderne Kirche auch zu politischen Themen Stellung bezieht. Ihre Aufgabe schliesst in sich, nicht nur die Frohbotschaft für den Einzelnen zu verkündigen, sondern als „Salz der Erde“ zu wirken und so das Zusammenleben der Menschen in Gesellschaft und Politik mitzugestalten.  Darum soll sie sich zu politisch relevanten Themen, welche ethisch-moralische Grundsätze tangieren, pointiert äussern und zur Meinungsvielfalt beitragen. Dass sie dies bei der KVI tut, ist folgerichtig, denn es geht dabei um Menschenrechte und Umweltstandards. Ich finde es sehr wichtig, dass die Kirche zu dieser konkreten Ausgestaltung unseres Tuns auf dem Planeten ihre Haltung aufzeigt, die sachliche Nähe ist bei der KVI gegeben. In der reformierten Landeskirche haben verschiedene Meinungen Platz und die Diskussion grundlegender Werte in der Gesellschaft ist sehr wohl Teil des landeskirchlichen Auftrags. Dass die «Kirche für Konzernverantwortung» zusammen mit dem «Bürgerlichen Komitee für Konzernverantwortung», dem «Wirtschaftskomitee für verantwortungsvolle Unternehmen», den über 130 Nichtregierungsorganisationen (NGO) aus allen Bereichen und den Parteien von links bis rechts für die KVI einsteht, finde ich bemerkenswert. Für mich ist diese politische Stellungnahme kein Austrittsgrund, sondern eine Bestärkung dafür, Mitglied der reformierten Landeskirche zu sein.

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