Strukturen müssen überprüft werden

Die ausserordentliche Fluktuation im Pfarrkollegium der Reformierten Kirche Grenchen-Bettlach in den letzten vier Jahren lässt aufhorchen und bringt mich dazu, Fragen zu stellen. Pfarrerin Susanna Meyer hatte eine Vision für den Kreis Markus. Sie wollte ihre Arbeitszeit insbesondere für Gottesdienste, Beerdigungen und Aufgaben in Bettlach einsetzen und konnte mit ihrem grossen Engagement und neuen Ideen in kurzer Zeit zu vielen Menschen positive Beziehungen vor Ort knüpfen. Ob die Bedürfnisse eines dörflichen Kirchkreises innerhalb eines städtischen Kreises mit der Einführung des Amtswochensystems befriedigt werden können, muss mit dem erneuten Abgang einer Pfarrperson hinterfragt werden. Warum müssen eine grössere Stadt und ein aktives Dorf mit intaktem Vereins- und Gemeindeleben genau gleich behandelt werden? Die Kirchgemeinde Solothurn zeigt, dass dörfliche und städtische Strukturen in einer Kirchgemeinde mit unterschiedlichen Systemen funktionieren können. Warum finden die dörflichen Strukturen in der Kirchgemeinde Grenchen-Bettlach zu wenig Platz? Eine Strukturüberprüfung scheint mir dringlich zu sein, denn die Kirche muss weiterhin nahe bei den Menschen sein.

Betrifft Artikel «Als Kirche dürfen wir auf keinen Fall eine Zweiklassengemeinschaft sein»; 11.12.2020 az

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